Ueber mich

Portrait von Holger Pohlmann mit Hut, Administrator der Webseite Arbeitskreis Depressionen und Aengste

Ueber mich

Mein Name ist Holger Pohlmann. Als ehrenamtlicher Administrator des Arbeitskreises Depressionen und Ängste betreue und entwickle ich diese Webseite seit über einem Jahrzehnt. Viele Besucher möchten nicht nur wissen, was der Arbeitskreis macht, sondern auch, wer hinter diesem Projekt steht. Deshalb möchte ich auf dieser Seite etwas über mich, meinen Weg in die Selbsthilfe und meine Motivation erzählen.

Mein Weg in die Selbsthilfe

Zur Selbsthilfe bin ich Anfang der 2010er Jahre durch einen damals noch neuen Freund gekommen, der selbst eine Selbsthilfegruppe leitete. Meine erste Erfahrung in der Selbsthilfe war für mich überwältigend. Ich wurde vom ersten Tag an herzlich aufgenommen und fühlte mich schnell als Teil einer Gemeinschaft. Die Gespräche waren vertrauensvoll, intensiv und hatten eine Tiefe, wie ich sie zuvor kaum erlebt hatte.

Über die Jahre habe ich dort viele interessante Menschen kennengelernt. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen durchlebt, Erfahrungen ausgetauscht und uns gegenseitig unterstützt. Es gab einen festen Kern von Teilnehmern, während andere Menschen für eine gewisse Zeit Teil der Gruppe waren und ihren Weg anschließend weitergingen. Diese Erfahrungen haben mich nachhaltig geprägt und mir gezeigt, welche Bedeutung Selbsthilfe für Betroffene haben kann.

Meine Erfahrungen mit Depressionen und ADS

Ich selbst hatte viele Jahre mit wiederkehrenden Depressionen zu kämpfen. Während eines psychotherapeutischen Klinikaufenthaltes im Jahr 2014 erhielt ich schließlich die Diagnose ADS. Damit wurde für mich vieles verständlicher, was ich zuvor nicht einordnen konnte. Gleichzeitig bekam ich Werkzeuge und Strategien an die Hand, die mir geholfen haben, meinen Alltag besser zu bewältigen und mit meinen Herausforderungen umzugehen.

Rückblickend wurde mir durch die Diagnose auch vieles über meine eigene Persönlichkeit verständlich. ADS bedeutet für mich nicht nur Herausforderungen, sondern auch viele Stärken. Ich interessiere mich für unterschiedlichste Themen, eigne mir gerne neues Wissen an und bringe mich in Projekte ein, die mir wichtig erscheinen. Gleichzeitig habe ich mich über viele Jahre immer wieder übernommen. Weil mich vieles interessiert und ich häufig mehr Möglichkeiten als Grenzen gesehen habe, fiel es mir schwer, rechtzeitig auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten.

Die daraus entstandene dauerhafte Überforderung hat nach meiner heutigen Einschätzung wesentlich zu den wiederkehrenden Depressionen beigetragen. Die Diagnose hat mir geholfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und bewusster mit meinen eigenen Ressourcen umzugehen.

Wer mehr über diesen persönlichen Weg erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Seite „Meine Geschichte“.

Sieben Jahre Gruppenleitung

Relativ schnell wurde ich aufgrund einer Erkrankung des damaligen Gruppenleiters gefragt, ob ich mir vorstellen könne, die Gruppe zu moderieren und organisatorisch zu begleiten. Einerseits habe ich mich über das entgegengebrachte Vertrauen gefreut, andererseits konnte ich mir zunächst kaum vorstellen, eine solche Verantwortung zu übernehmen.

Zu den Aufgaben gehörten unter anderem die Organisation der Treffen, die Verwaltung von Fördergeldern, die Betreuung des E-Mail-Postfachs, die Kommunikation mit neuen Interessenten sowie die Pflege der Warteliste.

Letztlich habe ich diese Aufgabe rund sieben Jahre lang übernommen. Dabei war es mir wichtig, die Gruppe nicht nur organisatorisch zu begleiten, sondern aktiv zu unterstützen. Ich wollte etwas von dem zurückgeben, was ich selbst durch die Selbsthilfe erfahren durfte: Verständnis, Austausch, Orientierung und die Möglichkeit, gemeinsam an Herausforderungen zu wachsen.

Selbstverständlich gestaltet jede Gruppe diese Aufgaben unterschiedlich. Während manche Gruppen Verantwortung auf mehrere Personen verteilen, lag mein Schwerpunkt darauf, die Gruppe aktiv zu fördern und weiterzuentwickeln.

Meine Arbeit für den Arbeitskreis

Seit etwa 2012 betreue und gestalte ich außerdem diese Webseite, die damals noch unter dem Dach des Vereins Balance e.V. betrieben wurde. Rückblickend erfüllt mich das durchaus mit Stolz, denn zu Beginn verfügte ich nur über sehr geringe Kenntnisse in der Webseitengestaltung. Mit den Jahren entwickelte sich daraus ein Projekt, das mir persönlich sehr am Herzen liegt.

Bis zur Auflösung des Vereins war ich zudem als Beisitzer im Vorstand tätig. Nachdem ich die Gruppenleitung im Jahr 2019 an meinen Co-Gruppenleiter übergeben hatte, entschied ich mich, meine Energie vollständig auf den Arbeitskreis Depressionen und Ängste sowie die Weiterentwicklung dieser Webseite zu konzentrieren.

Warum ich mich engagiere

Meine Motivation ist heute dieselbe wie damals: Betroffenen zu zeigen, dass sie mit ihren Sorgen und Herausforderungen nicht allein sind. Der Austausch mit anderen Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, schafft Verständnis – für sich selbst und für andere.

Selbsthilfe bedeutet für mich nicht nur gegenseitige Unterstützung, sondern auch die Entwicklung von Selbstkompetenz. Es geht darum, herauszufinden, was einem wichtig ist, was man braucht, wo die eigenen Grenzen liegen und wie man den eigenen Weg finden kann.

Wenn diese Webseite dazu beitragen kann, Menschen auf diesem Weg zu unterstützen, dann hat sich die Arbeit daran mehr als gelohnt.


Weitere Informationen

Die Entstehung und Ziele des Arbeitskreises: Über den Arbeitskreis

Kein Mensch geht seinen Weg allein: Widmung und Danksagung

Blogbeitrag: Trigger für Depressionen